Mittwoch, 22. Mai 2013

Rosenknospen und Rostpilz


Dieses Foto habe ich letztes Jahr im Herbst geschossen. Auch bei uns hinkt die Vegetation hinterher. Es zeigen sich erst Rosenknospen und leider auch Rostpilz.


In unserem Schuppen fand ich sechs Produkte unserer Vorpächterin gegen Pilzerkrankungen. Es widerstrebt mir jedoch Chemie einzusetzen. 


Wir verfolgen ja keinerlei kommerzielle Ziele und sind in keinster Weise auf Ertrag angewiesen, obwohl wir uns diesen schon wünschen. Vielmehr möchten wir mit dem Garten eine Oase schaffen, wo wir abschalten und auftanken. 

Von Anne Marie erfuhr ich, dass es viele unterschiedliche Schädlinge bei Rosen gibt und jedes Jahr begünstigt das Wetter eine andere Krankheit. Ein warmer feuchter Sommer kann zu vermehrtem Auftreten von Sternrusstau führen, ein trockener Sommer dagegen zu Mehltau. Was die Rosen brauchen ist ein guter lockerer Boden und viel Kompost. Auch ist die Zusammensetzung des Bodens entscheidend für die Vermeidung von Mangelerscheinungen. Die Hauptbestandteile Stickstoff, Phosphor und Kali müssen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Der Säuregehalt des Bodens hat Einfluss auf diese Balance, deshalb ist es wichtig, diesen zu ermitteln, wozu wir bisher noch nicht kamen. Weiter sollen Pflanzenstärkungsmittel die Rosenpflanzen befähigen, sich gegen Krankheiten zur Wehr zu setzen, schreibt Bioterra im Merkblatt "Rosen – Pflanzen, Pflege, Schnitt". Im Biogarten hätten sich vor allem Jauchen und das Spritzen von Schachtelhalmtee bewährt, was wir gleich ausprobieren werden – also den Schachtelhalmtee. Bis die Jauche bereit ist, dauert es vier bis acht Wochen.

Bioterra über Schachtelhalmtee und Fenchelöl
Schachtelhalm ist stark kieselsäurehaltig, stärkt die Epidermis der Blätter und wirkt vorbeugend gegen Pilzerkrankungen. 1 kg frisches oder 150 g getrocknetes Kraut werden in 10 Liter Wasser 25 Stunden eingeweicht und am nächsten Tag eine halbe Stunde lang gekocht. Die abgekühlte und abgesiebte Brühte wird 1:5 verdünnt und bei trockenem Wetter ab Frühjahr vierzehntäglich über den Boden und die Blätter versprüht. Fenicur, ein Produkt von Biogarten AG, kann ebenfalls zur Vorbeugung gegen Pilzkrankheiten und Rost angewendet werden. 

Grundrezept für eine gemischte Jauche nach Bioterra:
200 bis 500 g Pflanzenteile (Blüten, Blätter, Stängel und Wurzeln werden in einem Liter Wasser angesetzt und nach vier bis acht Wochen Gärung gesiebt. Danach sollte die Jauche noch ein bis zwei Wochen ohne Kraut nachgären und den starken Geruch verlieren. Geeignete Kräuter für die Jauche sind neben der Brennnessel und dem Beinwelk alle vitalstoffreichen Wildkräuter samt Wurzel wie Baumtropf, Winde, Kratzdiestel, Quecke, Löwenzahn und Schachtelhalm. Eine Hand voll Urgesteinsmehl als Zugabe vermindert die unangenehme Geruchsbildung. Die Jauche wird 1:10 bis 1:20 verdünnt und im Wurzelbereich gegossen oder 1:20 verdünnt und bei bedecktem Himmel auf die Blätter gespritzt. Die Blattbehandlung regt die Chlorophyllbildung an und wirkt unterstützend beim Aufbau von Abwehrstoffen. Im Wurzelbereich werden die Boden Lebewesen zur Vermehrung angeregt, was die Feinwurzelbildung der Pflanzen fördert. Ergänzend kann man Braunalgenextrakt ausbringen, der nahezu alle Mikronährstoffe samt Gold und Platin enthält.


Quellen:

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